Historisches

Bereits waren die ersten Einwanderer (Bergleute aus Joachimstal, heute Tschechei, aus dem Meißnischen, Fränkischen aus Böhmen und aus Oberland (Gastein)) nach Sankt Andreasberg gekommen, die sich zu der „Schützen-gesellschaft St. Sebastian“ zusammenschlossen.

Aus stammt die erste Beschreibung des Freischießens. Darüber verlautet: „Zu Bartholomäi ist ein großer Schützenhof abgehalten, dahin viele Städte verschrieben, die mit fliegender Fahne heraufzogen“. Es wird auch ein kostümierter Vortänzer (Pritschenmeister) genannt, der dem Festumzug voranschritt. Ihm folgten die Schützenfahne in Begleitung der Siebener und dahinter der Schützenkönig. Die älteste Schützenordnung ist. „so aufgerichtet worden im Jahre 1579“; sie wurde im Jahr 1725 in Clausthal gedruckt. Sie beginnt mit den Worten „Innigkeit und Nachbarliche Freundschaft aufzurichten und zu erhalten sind mit des Wol=Edlen und Ehrenvesten Berghauptmanns Sigmund Quasten, auch des Erbahren Rahts, Richter und Scheppen, unsern günstigen gebittenden Herren Vorwissen und Bewilligunge geordnete Vormunder und Schützen Voigte der Schützen=Brüderschafft allhier auffen Sankt  Andreasberge, zusamt unsern Schützen=Brüder, diese jetzt nachfolgende beschriebene Schützenordnung verfertigen und publicieren zu lassen, verursacht worden, danach sich ein jeder von unseren Schützen=Brüdern und Schieß=Gesellen wird zu achten wissen: “. Es wurden 42 Regeln aufgestellt.

Regel Nr. 12 „Wenn auch ein Schützenbruder verstürbe, und die Begäbniß bey den Schützen-Voigten anzuordnen begehren würde, sol ein jeder Schützen=Bruder dazu gefordert, dem Verstorben zur Erde bestatten helfen, bey Straffe dreyer gg (=gute groschen) oder bey Verlust unserer Bruderschaft

Über frühere Freischießen in Sankt Andreasberg schreibt H. Lommatzsch in der ÖA vom 1.10.1970: „Als die Altenauer Schützen das erste Mal im Jahr 1678 an dem Freischießen in Sankt Andreasberg teilnahmen, wurde Ihnen dort zur Begrüßung ein Kranz überreicht. An einem weiteren Freischießen 1729 durften die Altenauer nicht teilnehmen, dies hatte der Magistrat verboten, weil die Altenauer Schützen verschuldet waren.

Das erste Schützenhaus wurde am 20. Mai 1691 da gebaut wo sich heute die Reste des ehemaligen Kurhotels Schützenhaus befinden. Heute befindet sich dort ein Einkaufszentrum. Es war anfangs nur ein kleines Gasthaus mit drei Doppelzimmer und einem großenStall mit Schlafmöglichkeiten für die Fuhrleute. Bereits 15 Jahre später übernahm die Stadt das Haus, die einen Pächter einsetzte. In einem Anbau hat die Schützengesellschaft ihr Schießhaus errichtet. 1729 brannte das erste Schützenhaus ab. Das neu erbaute Haus war seitdem in Privatbesitz, bis es 1990 erneut abbrannte. Erst mit Beginn der 60ziger Jahre wurde das neue Schießhaus am Samson errichtet. Mit viel Mühe und Eigeninitiative wurde eine Schießsportanlage geschaffen, die sowohl Luftgewehr, KK-Gewehr als auch Sportpistolenschießen zulässt.

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